Portrait von Peter Ruzicka

Peter Ruzicka, Künstlerische Leitung

Mit der Münchener Biennale gelang Hans Werner Henze vor zwei Jahrzehnten im Zusammenwirken mit der Bayerischen Landeshauptstadt die Einrichtung eines weltweit einmaligen Festivals: Uraufführungen neuer Opern, meist die ersten Werke junger Komponisten auf diesem Gebiet, sind eingebettet in einen Zusammenhang mit Konzerten, Symposien und Komponistengesprächen. Präsentation, Reflexion und Diskussion wirken in diesem Laboratorium eines neuen Musiktheaters zusammen. Ich durfte 1996 die Verantwortung für dieses Festival übernehmen, die fünfte Biennale gestalteten Hans Werner Henze und ich gemeinsam.

Die Jahre danach waren allerorten von Kürzungen und teilweise drastischen Einschränkungen der Kulturetats geprägt. Desto höher ist zu schätzen, dass die Stadt München und unsere privaten Partner an der Biennale festhielten und weiter festhalten. Wichtig war uns von Anfang an – lang vor den allgemeinen Diskussionen über die Globalisierung – die Internationalität des Festivals – hinsichtlich der Komponisten, Librettisten und Interpreten, die wir einladen, hinsichtlich der vielfältigen kulturellen Traditionen, die hier ihre Impulse für eine neue Moderne einbrachten, aber auch hinsichtlich der Kooperationen, die den hier vorgestellten Werken weitere Verbreitung sichern, und der Kommunikation dieses Festivals in Presse und Medien.

Peter Ruzicka

News

21. Mai 2010

In einem Pressegespräch am Abschlusstag der 12. Münchener Biennale stellte Peter Ruzicka, künstlerischer Leiter des Internationalen Festivals für neues Musiktheater, das Programm des nächsten Festivals vor, das vom 3. bis 19. Mai 2012 stattfinden soll. Die 12 Münchener Biennale wird unter dem Motto "Der ferne Klang" stehen. Vier Musiktheateruraufführungen von Sarah Nemtsov, Eunyoung Kim, Matthias Ockert und Arnulf Herrmann stehen auf dem Programm sowie eine Kollektivkomposition in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Berlin und Konzerte mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und den Münchner Philharmonikern.