The Navidson Records

Ein Musiktheater als Installation

Kompositionsauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale
Koproduktion der Münchener Biennale mit KonzertTheater Bern und der Hochschule der Künste Bern - Studiengang Théâtre musical
In Zusammenarbeit mit Lothringer13
mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

Künstlerische Leitung: Tassilo Tesche und Till Wyler von Ballmoos; Raum- und Videoinstallation: Tassilo Tesche; Regie: Till Wyler von Ballmoos; Komposition: Ole Hübner, Rosalba Quindici, Benedikt Schiefer; Performer/Sound Artist: Kristian Hverring;

Jemand öffnet eine Tür. Dahinter verbirgt sich etwas. In diesem Moment gerät die Situation im Raum der Lothringer13 außer Kontrolle.

Für »The Navidson Records« arbeiten 18 Performer/innen und ein Chor gemeinsam anhand von Text, Musik und Choreografien die Idee eines Labyrinths zeichenhaft aus. Mittels einer intermedialen und raumgreifenden Installation untersucht die Aufführung das Kippmoment zwischen dem Gefühl Zuhause zu sein und dem Zusammenbruch dieser alltäglichen Vertrautheit. Was tun, wenn wir uns plötzlich im Nichts und Nirgends befinden? Dieser unheimliche Augenblick kann stellvertretend für Situationen stehen, in denen wir uns verloren wähnen und auf uns zurückgeworfen werden. Die Gestaltwerdung unsicherer Situationen erproben die Performer/innen mit den Publikum als gemeinsame performativ-musikalische Erkundung.

Für die Produktion und für die Aufführung wird ein offener Arbeitsprozess gewählt, zeitweiliger Verlust der Orientierung bewusst in Kauf genommen. Fortwährend stellt sich die Frage, welche Entscheidungen wir treffen müssen, um zum Kern des Labyrinths vorzudringen.

Ole Hübner Komposition

Ole Hübner, 1993 geboren, studierte Komposition an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Johannes Schöllhorn und bei Michael Beil an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Zusätzlichen Unterricht erhielt er unter anderem bei Sarah Nemtsov, Brigitta Muntendorf und Orm Finnendahl. Er arbeitete mit dem Theater Aachen, dem Studio für Stimmkunst, der Deutschen Oper Berlin, dem Xenon Saxophonquartett, dem Ensemble Garage u.a. In seiner oft stark konzeptuellen Arbeit spielen verschiedene Ebenen von »Realität« und »Virtualität« eine zentrale Rolle. Stücke von ihm wurden international aufgeführt und von zahlreichen Rundfunkanstalten gesendet. 2014 gründete er mit dem Pianisten Felix Knoblauch und weiteren Studierenden der Musikhochschulen in Köln und Essen das Ensemble Electronic ID für intermediale Musik des 21. Jahrhunderts. Seit 2015 studiert er im Masterstudiengang am Institut für angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Kristian Hverring Peformer / Sound Artist

In Dänemark geboren, begann er bereits in seiner Kindheit mit einem alten Kassettenrecorder zu experimentieren, und Klänge seiner Umgebung aufzunehmen und zu bearbeiten. Nach seinem Master in Komposition für elektronische Musik an der Kgl. Hochschule für Musik Dänemark arbeitete er u.a. zusammen mit Andrew M. McKenzie (Hafler Trio) und Derek Holzer aka Macumbista. Krishve bewegt sich mit seinen Arbeiten an der Grenze zwischen Klangkunst und elektronischer Musik. Neben seiner eigenen Arbeit wie den Independentlabels phloq und clang arbeitet Krishve als Komponist und Sounddesigner für Performances, Installationen, Theater, Film und seit 2012 als festes Mitglied von Hotel Pro Forma, dem international erfolgreichen Ensemble für Visual-Music-Performance und Installation.

Rosalba Quindici Komposition

Rosalba Quindici ist eine italienische Komponistin und Pianistin. Im Jahr 1998 schloss sie ihre Klavierstunden am Konservatorium Domenico Cimarosa in Avellino (Italien) ab. Neben Musik studierte sie Philosophie an der Universität Federico II in Neapel, wo sie 2000 ihren Bachelor und 2004 mit einer Dissertation zu Husserl und der Phänomenologie des Musikhörens ihr Doktorat (PhD) erlangte. 2003 erhielt sie ein Stipendium am Istituto Croce in Neapel und im Jahr 2004 ein weiteres an der Schule für Musik und Philosophie von Maratea. 2002 begann sie ihr Kompositionsstudium am Konservatorium Domenico Cimarosa in Avellino, das sie 2010 abschloss. Danach besuchte sie Fortbildungskurse bei Alessandro Solbiati, Azio Corghi, Stefano Gervasoni und Salvatore Sciarrino. Ausserdem nahm sie 2014 an den Internationalen Ferienkursen für neue Musik in Darmstadt teil. Gegenwärtig absolviert sie an der Hochschule der Künste (HKB) in Bern das letzte Jahr des Masterstudiengangs Musiktheorie und Komposition mit Xavier Dayer.Ihre Kompositionen wurden bei verschiedenen musikalischen und kulturellen Anlässen sowie Institutionen gespielt: an der Settimana della Cultura italiana des Italienischen Kulturinstituts Hamburg, bei der Associazione Alessandro Scarlatti in Neapel, am Festival Pianistico Internazionale in Cassano Valcuvia, am Istituto Italiano per gli Studi Filosofici in Neapel, Musikfestival in Bern, am Festival 5 giornate in Mailand, am Firenze suona contemporanea Festival in Florenz und an der Accademia di Belle Arti in Neapel.

 

 

Benedikt Schiefer Komposition

In Rosenheim geboren, studierte er Komposition in München und Basel. Neben zahlreichen Stipendien und Einladungen war er 2005 Stipendiat der Akademie Schloss Solitude, 2012 erhielt er den »Preis der deutschen Filmkritik«. Sein Werk erstreckt sich von klassischen Kompositionen mit oder ohne Live Elektronik bis zu Filmmusik und Klanginstallationen. Seine Werke wurden unter anderem vom Ensemble Phönix Basel, Ensemble Ascolta, Ensemble Wiener Collage, Ensemble Gelberklang, Neue Vocalsolisten Stuttgart, bei Festivals wie ADevantgarde-Festival, Wien Modern, Ludwigsburger Festival für Neue Musik, Festspiele Europäische Wochen Passau u.a. aufgeführt. 

Tassilo Tesche Künstlerische Leitung

In München geboren, studierte er Bühnenbild an der Accademia di Belle Arti in Venedig und diplomierte an der Universität der Künste Berlin bei dem Architekten Benedict Tonon und der Künstlerin Katarina Sieverding. Seitdem freischaffend, bewegt er sich mit seiner Arbeit zwischen bildender Kunst, Theater, Film und Architektur. Der Fokus seiner Theaterarbeit liegt auf der gemeinsamen Konzeption und Stückentwicklung mit Autoren, Komponisten und Regisseuren. 2008 gewann er zusammen mit dem Komponisten Leo Dick für »Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat?« den Förderpreis Fonds experimentelles Musiktheater Nordrhein-Westfalen. Mit dem gleichen Team gestaltete er für das Musikfestival 2011 am Stadttheater Bern das experimentelle Musiktheater »Der Wunsch, Indianer zu werden«.

Till Wyler von Ballmoos Künstlerische Leitung

Geboren 1979 in Bern, studierte er an der dortigen Universität Theaterwissenschaft sowie an der Hochschule der Künste Bern und Luzern Violoncello. 2006 bis 2011 studierte er Regie für Theater und Musiktheater an der Theaterakademie August Everding in München. Seit mehreren Jahren entwickelt er themenbezogene Musikperformance-Projekte in der freien Szene und inszeniert an diversen Staats- und Stadttheatern. Er ist unter anderem an den Münchner Kammerspielen, am Stadttheater Bremerhaven, am Badischen Staatstheater Karlsruhe, in Kopenhagen am Mammutteatret sowie an der Biennale Bern tätig. 2011 erhielt Wyler von Ballmoos den Debütförderpreis der Landeshauptstadt München für seine Produktion »Was is'n los?« und gewann für seine Inszenierung »Der Tod und das Mädchen - ein Wiederhall« bei den Bayerischen Theatertagen 2011 in Bamberg den Preis für die beste Regie. Er komponiert und produziert Musik für internationale Film-, Tanz- und Theaterproduktionen und war künstlerischer Leiter der WIM Bern (Werkstatt für Improvisierte Musik Bern) und der Musikfestwochen Bern.

Besetzung & Credits

Performance von: Noémie Brun, der chor, Andries Cloete, Estelle Costanzo, Marie-Clémence Delprat, Maxine Devaud, Leo Dick, Michael Feyfar, Béatrice Gaudreault-Laplante, Ole Hübner, Kristian Hverring, Katelyn King, Lana Kostic, Rosalba Quindici, Ruben Mattia Santorsa, Pierre Sublet, Tassilo Tesche, Sibill Urweider, Till Wyler von Ballmoos

Künstlerische Leitung: Tassilo Tesche und Till Wyler von Ballmoos

Raum- und Videoinstallation: Tassilo Tesche

Regie: Till Wyler von Ballmoos

Komposition: Ole Hübner, Rosalba Quindici, Benedikt Schiefer

Performer/Sound Artist: Kristian Hverring

Elektroakustik: Cyrill Lim

Dramaturgische Betreuung: Malte Ubenauf

Produktionsassistenz: Maxine Devaud


Sänger: Andries Cloete,  Michael Feyfar

Musiker*innen: Noémie Brun, Estelle Costanzo, Marie-Clémence Delprat, Béatrice Gaudreault-Laplante, Katelyn King, Lana Kostic, Ruben Mattia Santorsa, Sibill Urweider


der chor Leitung: Auður Jónsdóttir

Musikalische Leitung: Pierre Sublet

Einlass: alle 30 Minuten bis 23 Uhr

Tickets: nur im Festivalbüro Ludwigstraße 8 / 3. Stock und an der Abendkasse erhältlich

Kompositionsauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale

Koproduktion der Münchener Biennale mit KonzertTheater Bern und der Hochschule der Künste Bern - Studiengang Théâtre musical
In Zusammenarbeit mit Lothringer 13

Mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

Sprache: Englisch, Deutsch, Italienisch, Dänisch, Französisch, Kroatisch, Serbisch, Isländisch

Weitere Aufführungen in Bern: KonzertTheater Bern, Herbst 2016

KTB Hoschschule Bern Pro Helvetia

Biografien

der chor Chor

der chor: Seit acht Jahren treffen sich 10 bis 20 Frauen in Münchner Wohnzimmern und singen internationale, klassische Chormusik. Bei ihren Auftritten zeigen sie sich gerne performativ mit Kostüm, Choreographie und Playback oder Live gesungenen Liedern, die von der Chorleiterin Auður Jónsdóttir arrangiert und produziert werden.

Estelle Costanzo Harfe

Estelle Costanzo (born in 1985 in Italy) studied harp under G. Bosio in Turin; C. Mathieu at the School of Music in Lausanne; S. O'Brien at the School of Music in Basel; and F. Cambreling at Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris (CNSMDP). She won Second Prize at the international harp competition "V. Bucchi" in Rome (2012), and Second Prize at "Concours Nicati" in Bern (2015). She has been a member of the Lucerne Festival Academy since 2013. Estelle founded the new music ensembles "neuverband"; "TooHotToHoot"; and "ensemble viceversa." She worked at Theater Basel and with the Lucerne Festival on the show "HEROÏCA" ("Young Ears Prize" in 2014). Estelle has performed with the Intercontemporain ensemble; Berner Symphonie-Orchester; Sinfonietta Basel; Orquesta Filarmonica de Bogotà; Ensemble Phoenix; and at festivals such as Schwetzinger SWR Festspiele; ManiFeste IRCAM; MITO Settembre Musica; and Lucerne Festival, among others.

Marie Delprat Blockflöte

Marie Delprat (1991-Bordeaux)
Sie beginnt ihr Blockflötestudium am Musikkonservatorium in Bordeaux. Parallel dazu nimmt sie an verschiedenen Akademien teil, wie dem Altmusikfestival von Sablé und Lisieux, wo sie Unterricht bei Beengt Toïgo und Pierre Hamon erhält. 2009 beginnt sie ihr Studium bei Pierre Boragno am Musikkonservatorium von Versailles, wo sie die Gelegenheit hat, bei den « jeudis Musicaux » des Barockmusik Zentrums von Versailles (CMBV) unter der Direktion von Olivier Schneebeli, zu spielen.

2012 lernt sie am Festival d’Urbino in Italien Michael Form kennen und beginnt das Studium an der Universität der Künste in Bern. Dort entdeckt sie die Welt des Theatre Musicals und nimmt an dem Projekt « Happy Hour » teil, das von Hanz Wütrich geschrieben und von Pierre Sublet und Françoise Rivalland geleitet wird.

Letztes Jahr, besteht sie das Bachelordiplom für Blockflöte mit Auszeichnung und entscheidet sich, ihr artistischen Umfeld zu erweitern: sie engagiert sich sowie in dem Théâtre musical als auch auf dem Gebiet der alten Musik.

2015 beginnt sie ihr Studium des Théâtre Musical unter der Leitung von Xavier Dayer. Um ihre Kenntnisse in der zeitgenössischer Musik zu erweitern, nimmt sie bei Jan van Hoecke an der HEMU in Lausanne Unterricht.

Ihr in Basel gegründetes Ensemble, El Gran Teatro del Mundo in Basel ist seit drei Jahren « en résidence » an dem Théâtre des Quatre Saisons. Dort hat sie die Gelegenheit, Kammermusikunterricht unter der Leitung von Amandine Beyer und dem Musikwissenschaftler, Olivier Fourès, zu bekommen.

Béatrice Gaudreault-Laplante Englischhorn

Béatrice Gaudreault-Laplante hat bei Philippe Magnan, Lise Beauchamp, Éric Speller und Matthias Arter studiert. Im Jahr 2012 absolvierte sie ihren Master an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Seit 2014 ist sie an der Hochschule der Künste in Bern eingeschrieben. Im Orchester spielte sie u.a. im KKL Lucerne, der Berliner Philharmonie, sowie im Gewandhaus Leipzig unter der Leitung von Sir Simon Rattle, Heinz Holliger, Pierre Boulez, Peter Etvös. Seit 2012 spielt Gaudreault-Laplante Englischhorn im Neue Musik Ensemble „Ostravska Banda“ und trat mit mit dieser Formation an Festivals wie dem Prague Spring Festival, Beyond Cage Festival (New York) und Klangwerkstatt Berlin auf. 2012 und 2014 war sie Akademistin beim Ensemble Intercontemporain (Lucerne Festival) sowie beim Ensemble Moderne (Klangspuren Festival). Seit September 2014 spezialisiert sie sich im Studiengang Théâtre Musical an der Hochschule der Künste Bern. Gaudreault-Laplante war u.a. Stipendiatin beim Conseil des Arts du Canada, Conseil des Arts et des Lettres du Québec sowie les Offices Jeunesse Internationaux du Québec. 2009 gewann sie den ersten Preis beim Concours International de l’UFAM in Paris sowie 2005 und 2007 den ersten Preis bei der Canada Music Competition.

Katelyn King Percussion

Die aus Atlanta, Georgia, stammende Katelyn King ist eine Perkussionistin ohne Grenzen, die immer wieder außergewöhnliche und innovative Wege findet, um ihr Publikum zu erreichen. Wenn King nicht gerade an ihren Deutschkenntnissen feilt, arbeitet sie an ihrem Master im Studiengang Composition and Theory mit dem Schwerpunkt Théâtre Musical, den sie an der Hochschule der Künste Bern absolviert. Zusätzlich zu der Zusammenarbeit mit ihren Kollegen und Dozenten an der HKB ist King an verschiedenen Projekte beteiligt, wie speak/strike – einem Initiativeprojekt für amerikanische Komponisten, gedacht um neue Musik für Sprache und Percussion zu erschaffen, Dressage Percussion, einem reinen Frauen Percussion-Trio für das Theater, einem Experimentalduo mit dem Schauspieler Nico Delpy sowie einer Produktion von Heinrich von Kleists Erdbeben in Chili am Stadttheater Bern.

Lana Kostic Cello

Die Cellistin Lana Kostic wurde 1988 in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) geboren. Nach dem frühzeitigen Musik-Abitur 2006 folgt die künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Künste Bremen, in der Klasse von Prof. Alexander Baillie. 2008/2009 bekommt sie privaten Unterricht von Prof. David Grigorian in München. 2014 schließt sie ihr Diplom an der HfK Bremen in der Klasse von Johannes Krebs mit Auszeichnung ab. Seit 2014 studiert sie an der Hochschule der Künste Bern in der Klasse von Prof. Conradin Brotbek und im Théâtre Musical (Master for Composition and Theory).

Sie ist Preisträgerin vieler Internationaler und Nationaler Wettbewerbe, u.a. hat sie den Sonderpreis des Wettbewerbes „Rudolf Matz“ erhalten.

2010 bis 2014 war sie Mitglied vom Cellowerk in Bremen, wo sie unterrichtete, und regelmäßige Konzerte gab. U.a. leitete sie auch den Meisterkurs auf den Musiktagen Spiekeroog.

2014/2015 wurde sie als Stipendiatin der Gesellschaft zu Ober-Gerwern gewählt, 2015 erhielt sie die Stipendien der "Foundation Iréne Delerez" und der Stiftung "Rita Zimmerman". Für die Saison 2016/2017, wird sie mit dem Komponisten H. Lachenmann zu seinem 80. Geburtstag auftreten, mit dem Ensemble Vertigo,

Im Klassik- Pop Bereich steht die Deutschland Tournee mit Adoro an.

Die Presse bezeichnete ihr Spiel als ausgesprochen souverän und klangschön. (Göttinger Tageblatt, Rotenburger Rundschau, etc.)
Neben Aufführungen klassischer und zeitgenössischer Musik widmet sie sich der Forschung und Aufführung traditioneller Musik vom Balkan. U.a. auch als Mitglied des BalkanCello und als Duo mit dem Akkordeonisten Gyorgi Spasov.

Ihr besonderes Interesse gilt der interdisziplinären Verknüpfung von verschiedenen Kunstformen, wie dem Zusammenspiel von Instrument, Sprache und Bewegung. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Künstlern mit unterschiedlichen Schwerpunkten ist hierbei von großer Bedeutung, wo sie in verschiedensten interdisziplinären Projekten mitgewirkt hat, wie z.B.

IM FILM „Dvorak who?“ unter der Regie von J. Harlan (ausführender Produzent von S. Kubrick)
IM THEATER als Theatermusikerin: „Junges Theater Sarajevo“, „Theater am Goetheplatz“ Bremen
BEWEGUNG UND TANZ wie z. B. Eurythmie und Konzeptimprovisation
ELEKTRONISCHE MUSIK Zusammenarbeit mit dem genereticartensemble, als auch Mitglied des Quartettes Stein&Staub

Nebenbei war sie häufig als Studiomusikerin tätig, in Bern, Sarajevo, Osnabrück und Bremen, im Bereich der zeitgenössischen Musik, Klassik, Pop und worldmusic.

Ruben Mattia Santorsa Gitarre

Ruben Mattia Santorsa ist ein italienischer Klassik und E-Gitarrist. Er absolvierte mit Auszeichnung den Master of Performance an der Hochschule der Künste Bern mit der Professorin Elena Càsoli und jetzt besucht er das Solistendiplom in Bern und hat das Stipendium Swiss Government Excellence für die Jahre 2013-2015 gewonnen. Während seines Studiums in Italien diplomierte er sich mit der maximalen Note am Konservatorium von Verona und schloss er mit der maximalen Note und Lode den Biennio Sperimentale von Gitarre mit Walter Zanetti am Konservatorium in Bologna ab. Er hat mehrere Solokonzerte in Italien, in der Schweiz, in Österreich, Ungarn, Deutschland und Kolumbien gegeben, u.a. in Städte wie Wien (Istituto di Cultura Italiano), Bogotà (Universidad de los Andes), Lugano (Auditorium Rsi) usw. Er spezialisiert sich stets in der zeitgenössischen Musik, und kollaboriert und trifft sich mit Komponisten wie H. Lachenmann, H. Oehring, S. Sciarrino, G Manzoni, S.Bussotti, M. Pisati, C. Peralta. Er hat die Uraufführungen von Stücken von vielen Komponisten, u.a. von H. Oehring, C. Peralta, R.Quindici, M. Azzan und R. De Cia gespielt.

Sibill Urweider Klavier

1991 in Biel geboren, beschäftigte sich Sibill Urweider seit den frühesten Kindheitsjahren nicht nur intensiv mit dem Klavier, sondern auch mit dem Gesang und der Bewegung. Bis zum Beginn ihres Klavierstudiums bei Pierre Sublet an der Hochschule der Künste Bern trainierte sie intensiv in der rhythmischem Gymnastik und im Tanz und nahm seit dem neunten Le- bensjahr Gesangsunterricht bei Eliane Geiser an der Musikschule Biel. Dies führte zu einem grossen Interesse an zeitgenössischer Musik und interaktiver Ausdrucksweisen. Musik über den Körper und die Stimme zu erfahren, durch Improvisation und Komposition zu erforschen und eine persönliche Interpretation der Stücke zu erarbeiten sind Kernpunkte ihrer künstleri- schen Tätigkeit. Nach Absolvierung der Talent- förderungsklasse des Gymnasiums Hofwil und dem Bachelorabschluss im Jahre 2012, studier- te Sibill Urweider ein Semester an der Sibeli- us-Akademie in Helsinki, Finnland. Im Januar 2015 schloss sie den Master of Arts in Music Pedagogy mit Auszeichnung ab, um gleich den zweiten Master in Théâtre Musical anzuhängen, den sie voraussichtlich im Sommer 2016 been- den wird.

Sibill Urweider spielt in zwei Bands: einer Stras- senmusikgruppe namens "Sibill et les Beaux" und als Sängerin in der Post-Punk-Band "I MADE YOU A TAPE"."

Noémie Brun Klavier

Noémie Brun, Pianistin und Komponistin, ist im Jahr 1990 in Genf geboren.

Noémie beginnt im Jahr 2009 Komposition mit Nicolas Bolens in der Musikhochschule in Genf zu studieren. Danach studiert sie mit Xavier Dayer an der Hochschule der Künste Bern (HKB) und absolviert im Jahr 2012 ihren Bachelor in Komposition mit Auszeichnung. Parallel beginnt sie ihr Klavierstudium bei Pierre Sublet (HKB), das sie im Jahr 2015 absolviert. Noémie studiert zur Zeit Théâtre Musical in Biel (HKB).

Ihre Kompositionen wurden in Europa sowie in den USA bei Ensembles und Musikern wie dem Ensemble Makrokosmos (CH), dem Ensemble Vertigo (CH),  dem Ensemble Réponses XX-XI (FR), dem Ensemble Hodiernis (CH), Peter Evans (USA), Dave Eggar (USA) und Vesselin Gellev (GB) gespielt. Zur Zeit ist sie composer in residence von dem Ensemble Interaplin (FR). Sie hatte die Gelegenheit mit Persönlichkeiten wie François-Xavier Roth, Stefano Gervasoni, Helmut Lachenmann, William Blank.

Pierre Sublet Musikalische Leitung

Im Oktober 1967 war ich 13. Ich befand mich im Haus, im Badezimmer,  unter der Dusche, das Radio lief, Schoenberg opus 11.  Später studierte ich das ganz traditionelle Klavierrepertoire, um mich danach in Paris mit dem XX. Jahrhundert zu beschäftigen. Verschiedene gewonnene Wettbewerbe lancierten eine normale Karriere, mit Tourneen auf den Kontinenten, Uraufführungen und Aufnahmen, Meisterklassen von China über das Teatro Colòn  bis New York.

Als Mitglied einer Schulleitung habe ich damals die Werkstatt für zeitgenössische Musik ins Leben gerufen. Aus ganz Europa kamen Jahr für Jahr BerufsmusikerInnen, um sich weiterzubilden.  Während einiger Jahre war ich auch Vizepräsident des Schweizerischen Tonkünstlervereins.

Innerhalb interdisziplinärer Projekte  habe ich mit Künstlern wie Alfred Brendel, Bruno Ganz, Roman Signer, Marianne Pousseur und anderen gearbeitet.

Ich liebe Schubert, das Théâtre Musical, das Clavichord, die Gastronomie, und habe Europera 2 und Staatstheater inszeniert.

Cyrill Lim Elektroakustik

Cyrill Lim ist Klangkünstler und Komponist. Seine Auseinandersetzung mit den Aspekten der Wahrnehmung und der Reflexion der verwendeten Medien führen hauptsächlich zu performativen und installativen Arbeiten, die auf eine experimentelle Art und Weise die physikalischen Eigenschaften von Raum und Material ergründen, um sie auf einer musikalischen Ebene erlebbar zu machen.

 

 

Michael Feyfar Sänger

Michael Feyfar studierte nach erster gesanglicher Ausbildung in der Knabenkantorei Basel Horn und Gesang in Bern / Biel, Genf sowie Karlsruhe und an der Schola Cantorum Basiliensis. Er war u. a. bei den Residenzwochen München, Les Pélerinages in Weimar und dem Hugo-Wolf-Festival Stuttgart zu erleben. Neben dem Kunstlied widmet er sich auch dem oratorischen Bereich und ist hier vor allem als Evangelist in Bachs Passionen gefragt. Engagements führten ihn zur Barockoper auf Schloss Waldegg, Lucerne Festival und an das Theater Basel. Michael Feyfar ist Preisträger der Ernst-Göhner-Stiftung und des Migros Genossenschaftsbundes. Bei Konzert Theater Bern war er zuletzt u. a. als Erster Fremder in Der Vetter aus Dingsda, Scaramuccio in Ariadne auf Naxos, Reverend Horace Adams in Peter Grimes, als Artémidore in Armine sowie Tamino in der Zauberflöte, Narraboth / 2. Jude in Salome und 2. Pastore / 2. Spirits in L'Orfeo auf der Bühne zu erleben.

Andries Cloete Sänger

wurde in Südafrika geboren und zählt nach seinem Gesangsstudium Jupiter in „Semele“, Belmonte,Tamino in „Die Zauberflöte“, Nemorino in „L’elisir d’amore“, Ernesto in „Don Pasquale“, Lindoro in „L’ Italiana in Algeri“ und Ferrando in „Così fan tutte“ zu seinen wichtigsten Partien. Von 2001 bis 2004 war er Ensemblemitglied in Graz. Gastengagements führten ihn u.a. an die Wiener Kammeroper, nach Darmstadt, Kapstadt, Johannesburg und Sevilla, sowie zu den Innsbrucker Festwochen und zum Aldeburgh Festival. Seit 2006 ist Andries Cloete festes Ensemblemitglied in Bern und war hier u.a. zuletzt als Jaquino in „Fidelio“, Malcolm in „Macbeth“, Pedrillo und Belmonte in „Die Entführung aus dem Serail“, Schulmeister und Mücke in „Das schlaue Füchslein“, Egon von Wildenhagen in „Der Vetter aus Dingsda“, Tanzmeister / Brighella in „Ariadne auf Naxos“, Bob Boles in „Peter Grimes“, Renaud in Glucks „Armide“, als Monostatos in „Die Zauberflöte“, als 1. Jude in „Salome“, in „L’Orfeo“, als Edler in „Lohengrin“ sowie als Heger in „Rusalka“ und in „Romeo und Julia“ auf der Bühne zu erleben.

Maxine Devaud Produktionsassistenz

Geboren 1987, wuchs Maxine Devaud in Fribourg (CH) auf. Nach zwei Jahren Fotografie-Studium an der École Cantonale d’Art de Lausanne, studierte sie Musikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Basel. Die Geige begleitet Maxine Devaud fast ihr ganzes Leben mit welcher sie auch Jahrelang festes Mitglied des Schweizer Jugend Sinfonie Orchesters war. Seit 2014 wird sie als Regie-Assistentin für Musiktheater- und Schauspielproduktionen engagiert. Mit Regisseuren wie Calixto Bieito, Christian Zehnder, Ludger Engels oder Markus Bothe hat sie bereits zusammengearbeitet und erfolgreiche Produktionen auf die Bühnen des Opernhaus Zürich, Theater Basel und des Konzert Theater Bern gebracht. Momentan ist Maxine Devaud als Regie-Assistentin am Konzert-Theater Bern tätig.