Alles klappt

Kompositionsauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale, finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung
Produktion der Münchener Biennale in Kooperation mit dem Residenztheater München, der Theaterakademie August Everding und enoa (European Network of Opera Academies), unterstützt von Creative Europe Programme der Europäischen Union
Gefördert vom deutsch/tschechischen Zukunftsfonds
Die Aufführung wird von BR-Klassik aufgezeichnet

Komposition: Ondřej Adámek; Libretto und Regie:  Katharina Schmitt; Musikalische Leitung: Ondřej Adámek; Bühne und Kostüm: Patricia Talacko; Dramaturgie: Götz Leineweber

Mit: Kathrin Zukowski (Sopran), Thérese Wincent (Sopran), Landy Adriamboavonjy (Sopran), Steve Zheng (Tenor), Dominic Kraemer (Bariton), Tobias Müller-Kopp (Bariton), Jeanne Larrouturou (Percussion), Miguel Ángel Garcia Martin (Percussion)

"Liebste Kinder. Sind gut angekommen. Schlafen gut. Warm. Seid unbesorgt! Konzerte und anderes. Laufend Pakete auf Zulassungsmarken. Kochgelegenheiten. Seid gesund! Ständig denke ich an Euch."
Eine Gruppe von Archivaren pflegt gleichsam sorgfältig und entfremdet eine Sammlung. Es scheint, als hätten sie sich und ihre Erinnerungen dem Magazin ausgeliefert. Während einer Betriebsfeier entstehen Störungen im Ablauf: Gegenstände ergreifen Besitz von den Archivaren; sie beginnen, mit fremden Stimmen ihre Geschichten zu erzählen. Andenken ist Privatsache und will immer wieder belebt werden. Das Musiktheater "Alles klappt" basiert auf Archivmaterial des jüdischen Museums in Prag, einem von Ondřej Adámeks Großvater mitgestalteten Treuhandkatalog, sowie auf Briefen und Postkarten, die dem Nachlass der Familie Adámek angehören. Ausgehend von den Propagandatexten sowie dem unbeugsamen Optimismus, den die vorgefundenen Postkarten aufrufen, komponiert Ondřej Adámek Wort für Wort, Phonem für Phonem, musikalische Gesten zwischen Flüstern, rhythmischem Sprechen, Schreien und Singen. Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen.

Ondřej Adámek Komposition

Ondřej Adámek, 1979 in Prag geboren, studierte Komposition an der Musikakademie in Prag und am Konservatorium in Paris. Er komponiert Orchester-, Kammer-, Vokal- und elektroakustische Musik und arbeitet mit Choreografen des zeitgenössischen Tanzes zusammen. Er erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge von Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, Agora Festival (IRCAM, Paris), Les Musique (GMEM, Marseille), Warschauer Herbst, musica viva und arbeitet mit Ensembles wie dem Klangforum Wien, Orchestre National d'Île-de-France, Les Percussions de Strasbourg, dem Lucerne Festival Academy Orchestra, dem SWR Vokalensemble, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sowie dem Ensemble Intercontemporain zusammen. Seine Werke wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. 2010 kam Adámek als Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD nach Berlin, wo er seitdem lebt.

Katharina Schmitt Libretto und Regie

Patricia Talacko Bühne und Kostüm

Götz Leineweber Dramaturgie

Besetzung & Credits

Komposition: Ondřej Adámek

Libretto und Regie:  Katharina Schmitt

Musikalische Leitung: Ondřej Adámek

Bühne und Kostüm: Patricia Talacko

Dramaturgie: Götz Leineweber

Mit: Kathrin Zukowski (Sopran), Thérese Wincent (Sopran), Landy Adriamboavonjy (Sopran), Steve Zheng (Tenor), Dominic Kraemer (Bariton), Tobias Müller-Kopp (Bariton), Jeanne Larrouturou (Percussion), Miguel Ángel Garcia Martin (Percussion)

Ernst von Siemens Musikstiftung Residenztheater München Theaterakademie August Everding



enoa (European Network of Opera Academies) Creative Europe Programme der Europäischen Union BR-Klassik



Gefördert von

Deutsch-tschechischer Zukunftsfonds

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